Was ist SLA für technische Keramik?
Die Stereolithographie (SLA) ist ein additives Fertigungsverfahren, das ursprünglich für Kunststoffe entwickelt wurde – heute aber auch in der Welt der technischen Keramik eine Revolution ausgelöst hat. So funktioniert SLA : Ein hochpräziser UV-Laser belichtet schichtweise eine lichtempfindliche Paste bzw. Slurry, die keramische Partikel enthält, und härtet das Material an den gewünschten Stellen punktgenau aus. So entsteht Schicht für Schicht ein dreidimensionales Bauteil mit einer Detailgenauigkeit und Geometriefreiheit, die kein konventionelles Keramikverfahren erreicht.
Was SLA für technische Keramik so besonders macht, ist die einzigartige Kombination aus den Materialeigenschaften der Keramik – Hochtemperaturbeständigkeit, chemische Inertheit, elektrische Isolation, Biokompatibilität und extreme Härte – mit den gestalterischen Freiheiten der additiven Fertigung. Wo klassische Verfahren wie Spritzguss, Kalt isostatisches-Pressen oder spanende Bearbeitung an ihre geometrischen und wirtschaftlichen Grenzen stoßen, entfaltet die SLA-Technologie ihr volles Potenzial: Hinterschneidungen, innenliegende Kanäle, Gitterstrukturen und filigrane Wandstärken sind kein Problem – sie entstehen direkt aus dem digitalen 3D-Modell, ohne Werkzeuge, ohne Formen, ohne Kompromisse.
Der vollständige Prozess umfasst vier Schritte: Zunächst werden die Keramikpartikel in einem lichtempfindlichen Bindemittel homogen suspendiert. Anschließend härtet der UV-Laser das Material schichtweise nach dem CAD-Modell aus. In der Entbinderungsphase wird das Bindemittel thermisch oder chemisch entfernt, bevor das sogenannte Grünteil beim abschließenden Sintern bei hohen Temperaturen seine endgültige Dichte, Festigkeit und Maßpräzision erhält. Das Ergebnis ist ein vollwertiges, dichtes Keramikbauteil – hochwertig, reproduzierbar und serientauglich.
Was bietet 3DCeram als Lösung?
Mit über 20 Jahren Erfahrung in der additiven Keramikfertigung hat sich 3DCeram als weltweit führender Anbieter von SLA-basierten Keramik-3D-Drucklösungen etabliert. Das Unternehmen liefert keine isolierten Produkte, sondern ein vollständig integriertes Ökosystem – von der Maschine über das Material bis hin zu Software, Wartung und Schulung.
Maschinen für jeden Bedarf
Das Druckerportfolio von 3DCeram deckt die gesamte Bandbreite industrieller Anforderungen ab. Die C101 EASY LAB richtet sich an Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, die schnell und flexibel Prototypen erproben möchten. Die C101 EASY FAB eignet sich für die Entwicklung und Kleinserienfertigung. Die C1000 FLEXMATIC ist der verlässliche Industriedrucker für halbautomatische Produktionslinien, während die C3601 ULTIMATE großformatige Keramikbauteile in bisher unerreichten Abmessungen ermöglicht. Ergänzt wird das Portfolio durch den M.A.T.-Extrusionsdrucker, ein offenes System, das neben Keramik auch Metalle wie Edelstahl oder Titanlegierungen verarbeiten kann – für maximale Flexibilität in der Materialwahl.

Materialien für höchste Ansprüche
3DCeram bietet in Ihrem Portfolio mehr als 15 qualifizierte Keramikwerkstoffe bereit – darunter Aluminiumoxid, Zirkondioxid, Siliciumnitrid, Aluminiumnitrid, Hydroxylapatit und Cordierit, um nur einige zu nennen. Diese Werkstoffe decken Anwendungen von der Biomedizin über die Elektronik bis hin zur Luft- und Raumfahrt ab.
Flexibilität ist in diesem Bereich ein entscheidender Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund hat 3D Ceram auf der diesjährigen Ceramitec in München seine neuesten Entwicklungen vorgestellt.
Dazu gehört die neue Keramik-Slurry CeraXXX, die für verschiedene Belichtungswellenlängen (355 nm, 385 nm, 405 nm und 465 nm) entwickelt wurde und dadurch eine hohe Kompatibilität mit unterschiedlichen lichtbasierten Drucksystemen bietet.
Darüber hinaus präsentierte 3D Ceram CeraBase, ein organisches Basismaterial, das Materialforschern und Materialwissenschaftlern die Möglichkeit eröffnet, ihre eigenen keramischen Slurrys oder Pasten zu entwickeln und zu formulieren. Voraussetzung ist lediglich, dass diese in einem lichtbasierten additiven Fertigungsverfahren verarbeitet werden können.
Fazit
SLA für technische Keramik verbindet das Beste aus zwei Welten: die außergewöhnlichen Materialeigenschaften technischer Keramiken mit der geometrischen Freiheit und Geschwindigkeit der additiven Fertigung. 3DCeram hat diese Technologie über zwei Jahrzehnte hinweg zur industriellen Reife geführt und bietet heute das vollständigste Lösungsportfolio am Markt – von der Maschine und dem Material bis zur Software und dem Service. Ob Einzelprototyp, Kleinserie oder vollautomatisierte Großproduktion: 3DCeram ist der Partner, der Keramikbauteile neu definiert.